Unser Leitbild

Unser Leitbild

Das Leitbild, das Sie in Händen halten, ist Ergebnis der gemeinsamen Überlegungen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. So möchten wir miteinander in Pallotti-Haus und Propstey - in Jugendhilfe und Schule - leben und arbeiten.Leitbilder sind Wegweiser im konkreten Alltag und zugleich weisen sie über ihn hinaus: sie wollen auch Ideal sein, für das wir uns begeistern, damit wir uns mit dem schon Erreichten nicht begnügen, sondern auf dem Weg bleiben - offen für Neues.Leitbilder geben Antwort auf die Frage nach den Wurzeln, aus denen wir leben, definieren die Aufgaben und Ziele, denen wir uns verpflichtet wissen, und zeigen uns einen Weg, auf dem wir sie als solidarische Dienstgemeinschaft verwirklichen wollen: miteinander und füreinander.

Unser Leitbild: Markenzeichen, auf das wir stolz sind und Kraftquelle, aus der wir immer wieder neue Energien schöpfen.

 

I.    Wurzeln, aus denen wir leben

II.   Menschen, für die wir da sind

III.  Hilfen, die wir anbieten

 

An Bedarf ausgerichtet

 

Unser Hilfeangebot erstreckt sich von ambulanten über teilstationäre bis zu stationären Maßnahmen. Dabei richten wir uns aus an den je individuellen Bedürfnissen der Jungen und Mädchen wie auch ihrer Familien. Mit der Durchlässigkeit der Angebote untereinander versuchen wir, den ständigen Veränderungsprozessen zu entsprechen, denen alles, was lebt, unterworfen ist.

 

Heilpädagogischer Alltag

 

Stationär und teilstationär betreuten jungen Menschen bieten wir Wohnraum, in dem sie sich wohl und geborgen fühlen sollen. Wir legen großen Wert darauf, die Häuser und Wohnungen, in denen Kinder und Jugendliche leben, mit ihnen entsprechend zu gestalten. Heilpädagogik fängt beim Wohnen an. Gute Rahmenbedingungen ermöglichen tragfähige menschliche Beziehungen, die dann den pädagogischen Gruppenalltag mit seinen Möglichkeiten zu gegenseitigem Austausch, kreativen, musischen und sportlichen Aktivitäten bestimmen.

 

Systemischer Ansatz

 

Heilpädagogische Hilfen sind stets eingebettet die Zusammenarbeit mit den Familien, deren Sicht-und Lebensweisen Ausgangspunkt unserer Arbeit darstellen. Die jungen Menschen sind Teil dieses Systems und können nur von dorther verstanden werden.

Wir nehmen wahr, dass Familien eigene Vorstellungen und Fähigkeiten entwickeln, mit Problemen und Konflikten umzugehen. Fachliche Unterstützung zu gewährleisten und dabei vorhandene Kräfte zu nutzen und zu stärken, ist wesentlicher Teil unserer systemischen Familienarbeit.

 

Psychomotorik

 

Der psychomotorische Schwerpunkt in der Arbeit von Pallotti-Haus und Propstey wird der Einsicht gerecht, dass Leib und Seele zusammengehören und sich gegenseitig in ihrer Befindlichkeit bedingen. Über Bewegung, über Spiel und Sport, finden Kinder und Jugendliche einen Zugang zu sich selbst, der ihnen, „über den Kopf“ versperrt bliebe. Wachsendes Selbstwertgefühl und emotionale Ausgeglichenheit ermöglichen ihnen auch sozial angemessenes Verhalten und - so unsere Hoffnung- damit bessere Chancen innerhalb unserer Gesellschaft.

 

Erlebnispädagogik

 

In der Erlebnispädagogik konfrontieren wir junge Menschen, insbesondere Jugendliche, mit nicht alltäglichen Herausforderungen, und lassen sie zugleich die Grenzen ihrer körperlichen und seelischen Leistungsfähigkeit erfahren. Ausdauer und Mut, eine realistische Einschätzung der eigenen Kräfte und Fähigkeiten, sind Früchte erlebnispädagogischer Arbeit. Durch die gemeinsame Bewältigung von schwierigen Situationen in der Natur – etwa bei Klettern, Kanu fahren, Höhlenbegehungen -  erleben Jugendliche, dass sie aufeinander angewiesen und füreinander verantwortlich sind. Die Stärkung der sozialen Kompetenz ist wichtiges Ziel der Erlebnispädagogik.

 

Pallotti-Schule

 

Die meisten Kinder, die zu uns kommen, brauchen besondere schulische Förderung. Diese bietet die Pallotti-Schule, eine private staatlich anerkannte Schule für soziale Förderung. Eigens dazu aus-und fortgebildete Lehrer kooperieren eng mit den Vertretern der Jugendhilfe und den Familien und tragen so dazu bei ein gemeinsames und ganzheitliches Erziehungskonzept umzusetzen. Geringere Klassenstärken erlauben intensive individuelle Förderung. Wenn über Lernerfolge das Selbstvertrauen der Kinder, Eltern und Ämter ihre Arbeitshaltung und soziale Kompetenz genügend gestärkt sind, kehren sie an eine Regelschule zurück. Für Kinder, die dieses Ziel aufgrund ihrer individuellen Bedingungen im vorgegebenen Zeitrahmen nicht erreichen können, bieten wir die Möglichkeit des Abschlusses einer Hauptschule oder einer Schule für Lernbehinderte.

 

Propstey-Schule

 

Die Propstey-Schule ist eine staatlich anerkannte, private Ganztags-Grund- und Hauptschule; sie ist eine Regelschule. Mit der maximalen Klassenstärke von 12 Kindern bei zwei pädagogischen Fachkräften ermöglicht sie auch besonders förderungsbedürftigen Kindern einen regulären Schulabschluss.

 

Verbindliche Verantwortung

 

Bei unseren pädagogischen und therapeutischen Bemühen stoßen wir oftmals an die Grenzen dessen, was wir zu  leisten vermögen. Auch wenn uns dann der erhoffte Erfolg versagt ist, wissen wir uns trotzdem in der moralischen Verantwortung für die jungen Menschen, die wir ein Stück auf ihrem Weg begleitet haben. Gemeinsam mit allen Beteiligten suchen wir neue Wege und geeignete Hilfen, und trennen uns erst dann, wenn der weitere Weg geebnet ist.

 

Wir haben einander vertraut gemacht und bleiben deshalb auch verlässliche Ansprechpartner. Pallotti-Haus und Propstey sind nicht nur Namen für ein Haus, sondern für eine Gemeinschaft von Menschen, bei denen sich „Ehemalige“ stets willkommen wissen dürfen.

 

IV.  Partner, mit denen wir zusammen arbeiten

V.   Gemeinsam unterwegs