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Intensivpädagogische Wohngruppe „Leben im Fluß“

Intensivpädagogische Wohngruppe „Leben im Fluß“

Trotz der vielfältigen ambulanten, teilstationären und stationären Jugendhilfeangebote gibt es junge Menschen, die so traumatisiert, selbstzerstörerisch und ablehnend (re-)agieren, dass sie durch alle Hilfesysteme fallen. Für bis zu sieben Jungen im Alter zwischen 13 und 16 Jahren will die erlebnistherapeutische Intensivgruppe neue Lernerfahrungen unter besonderen Rahmenbedingungen und belastbaren Beziehungsangeboten ermöglichen.


Dabei wollen wir den Fluss einerseits als Sinnbild für das Leben verstehen, in dem sowohl ruhigere Gewässerteile als auch Stromschnellen und Hindernisse erlebt werden wobei seine dynamischen Wechselwirkungen der Erhaltung von Gesundheit und Resilienz führen können.


Methodisch wollen wir diese Gesundung/das Aushalten von Stromschnellen mit klaren, haltgebenden und einfachen Alltagsstrukturen, breit gefächerten erlebnis- und naturtherapeutischen Angeboten sowie der Gestaltung von Übergangsritualen fördern. Bei jungen Menschen, die häufige und langandauernde Erfahrungen mit Beziehungsabbrüchen, Misserfolgen und Traumatisierungen gemacht haben, findet „Gesundung“ nicht kurzfristig statt. Wir erwarten von unseren Auftraggebern, dass sie den Jugendlichen und uns die Möglichkeit einer „Falltreue“ über zwei Jahre einräumen. Von unserer Seite bemühen wir uns, das entsprechend notwendige Stehvermögen einzubringen. Wir betrachten das Problemverhalten des jungen Menschen als einen Teil seiner Möglichkeiten. Der Wille zur Veränderung muss von ihm selbst gestaltet werden. Der Aufenthalt auf der Wohngruppe ist nur als Anregung zur Eigenaktivität und als Verabredung zur Veränderung zu verstehen. Im systemischen Verständnis gehen wir davon aus, dass Veränderungen von Teilen stets zur Veränderung des Ganzen führen. Kleine Änderungen im Verhalten des Jugendlichen werden wahrgenommen und geschätzt, weil sie häufig große Änderungen ermöglichen. Voraussetzung für die systemische Arbeit ist, eine Vorstellung über die eigene Herkunft zu entwickeln, um den jungen Menschen wertschätzend in seinem familiären Kontext zu sehen, familiäre Ressourcen zu nutzen und individuelle Potentiale zu fördern.

Ansprechpartner

Propstey Taben-Rodt

Rebecca Montes

 

Telefon: 06582 914019

E-Mail: r.montes@propstey-taben.de

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