Please select a page template in page properties.

Systemische Eltern- und Familienarbeit

Systemische Eltern- und Familienarbeit

Bei der Aufnahme von Kindern und Jugendlichen im Pallotti-Haus spielt die Zusammenarbeit mit den Eltern bzw. Familien und dem weiteren sozialen Umfeld auf der Basis unserer systemischen Grundausrichtung eine zentrale Rolle. Wir betrachten die Kinder und Jugendlichen als Teil eines größeren sozialen Systems und gehen davon aus, dass wir sie nur von dorther verstehen und ihnen bei der Bewältigung ihrer Probleme helfen können. Aus dieser Perspektive fällt es leichter, eine Erklärung für ihr als problematisch erlebtes Verhalten zu finden und mit allen Beteiligten nach Lösungswegen zu suchen.


Im Aufnahmeverfahren laden wir daher alle, die zur Klärung und Bewältigung der familiären Anliegen und Probleme beitragen können, zu einem gemeinsamen Gespräch ein, in dem wir konkrete Vorgehensweisen aushandeln. Auf Seiten der Familie beziehen wir die engeren und weiteren Familienmitglieder und auf der Seite des Pallotti-Hauses die zuständigen  ErzieherInnen, LehrerInnen und FamilienberaterInnen ein. Wir möchten die Anliegen und Veränderungswünsche der Familie kennenlernen, um eine für beide Seiten passende Auftrags- und Zielvereinbarung zu formulieren. Die Ziele sollen in einem überschaubaren Zeitraum erreichbar sein.
Den Eltern bzw. Familien begegnen wir mit Wertschätzung und Respekt und betrachten sie als gleichberechtigte Partner. Dabei sind wir uns bewusst, dass wir sie nicht verändern, sondern lediglich anregen können, neue Wege bei der Bewältigung und Lösung ihrer Anliegen und Probleme auszuprobieren. In den unterschiedlichen Formen der Zusammenarbeit (Familiengespräche, Telefonate, Krisengespräche u.a.) versuchen wir, bei allen Beteiligten (wieder) Hoffnung auf Veränderung zu wecken, und so den Boden für gute Entwicklungsmöglichkeiten zu bereiten.


In den stationären Wohngruppen wird die Familienberatung u.a. von drei systemisch ausgebildeten Diplom-PsychologInnen durchgeführt und unterstützt. Gleichzeitig beraten sie Bereichsleitungen und MitarbeiterInnen der Gruppen  in ihrer Arbeit.