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Propstey St. Josef blickt auf eine bewegte Woche zurück

Pilgerprojekt auch im vierten Jahr eine gelungene Aktion

Ja, es war nun das vierte Mal, als sich Mädchen und Jungen aus der Propstey St. Josef am 09.08. d. J. frühmorgens auf den Weg zum Tabener Bahnhof machten, um mit Frau Rebecca Montes (Abteilungsleitung Jugendhilfe) und Herrn Gerhard Valtey (Abteilungsleiter Schule) Richtung Nordens zu fahren. Genauer: bis nach Borgfeld (kurz hinter Bremen) zu fahren, um dort mit einer einwöchigen Pilgertour auf dem Via Baltica, einem Teilstück des Jakobsweges, zu beginnen.

Start war vor vier Jahren an der polnischen Grenze in Wolgast wo nach fünf Tagen und +- 120 km Rostock erreicht wurde. Im nächsten Jahr dann von Rostock nach Lübeck - ebenfalls, wie dann im dritten Jahr von Lübeck bis kurz vor Bremen wieder +- 120 km.  Ja, und in diesem Jahr war dann die Strecke von Borgfeld bis Vechta zu bewältigen, was der Gruppe nicht schwer fiel, waren es doch nur 110 km …

Wie in den vorangegangenen Jahren stand auch in diesem Jahr die Pilgertour unter einem bestimmten Motto: „Wegweiser auf meinem Lebensweg!“
Jeden Morgen nach dem Frühstück (08:00 Uhr) und vor dem Start (09:00 Uhr) bekamen die die beiden Mädchen und die fünf Jungen eine Impuls mit auf den Weg, mit dem sie sich tagsüber auseinander setzten und die Gedanken dazu dann abends in ihr persönliches Pilgerbuch schrieben. 

Und diese Impulse hatten natürlich etwas mit ihrem ganz persönlichen Lebensweg zu tun: Wo will ich eigentlich hin? Und welches sind die richtigen Wegweiser, die ich beachten muss? Woran erkenne ich die richtigen Wegweiser? Was mache ich, wenn ich mich verlaufen habe? Oder wenn mir Hindernisse auf dem Weg das Weitergehen erschweren? 
Es war schon erstaunlich, mit welcher Intensität trotz aller körperlichen Anstrengungen (die längste Tagesetappe war immerhin 23 km)  die jungen Menschen diese Themen - ihre Themen - angingen und die Notizen dann in ihr Pilgerbuch eintrugen. 

Unterkunft fand die Pilgergruppe in Pfarr- und Gemeindehäusern oder in Jugendheimen; in einem Fall hat sogar der Pfarrer die Gruppe in seinem eigenen Haus untergebracht. Letztlich erkannten alle die Leistungen der jungen Menschen und honorierten sie mit selbstgebackenem Kuchen oder hatten für die Erschöpften sogar gekocht. Auch das eine wichtige Erfahrung für die jungen Menschen, wie sehr sie sich auf die Hilfe anderer verlassen können, wenn sie sich um die Erreichung eines Zieles bemühen!

Georg Stockhausen, der das Begleitfahrzeug fuhr, richtete die Unterkünfte für die Pilger vor, sorgte für das leibliche Wohl am Abend und am Morgen und übergab am nächsten Tag dann besenrein die Unterkunft, um dann zu nächsten Etappenziel zu fahren.

Alles in allem eine erlebnis- und erfahrungsreiche Pilgerwoche!

Wie in den Jahren zuvor, hatten sich die Jugendlichen wieder Sponsoren gesucht, die ihnen einen kleinen Betrag pro gelaufenem Kilometer spendeten. In den vergangenen Jahre kamen immer auf diesem Wege +-  € 500 zusammen, die wiederum einem guten Zweck (im ersten Jahr dem Asylbewerberheim in Trier, in den letzten beiden Jahren der Kinderkrebsstation in Trier) zugute kamen. Die Pilgergruppe wird noch darüber entscheiden, wer das Geld in diesem Jahr bekommt. 

Besonders herzlich war der Empfang der Heimkehrer am 14.08. in der Propstey; Mitbewohnerinnen und -bewohner und Kolleginnen und Kollegen hatten einen Empfang mit Kuchen, Schnittchen und kalten Getränken vorbereitet. Alle waren angetan von den Leistungen der Pilger- hatten die doch selber, wie auch viele andere nicht gedacht, dass alle die 110 km schaffen würden. Auch dies eine wichtige Lebenserfahrung: Du kannst über Deine vermeintlichen Grenzen hinausgehen, kannst Dir also ruhig mehr zutrauen!!!
Und wir freuen uns: nicht nur die Pilger haben sich und bei sich was bewegt; auch in der Propstey ist was in Bewegung gekommen!

Wer Detaillierteres, also Tagesberichte und Bilder zu dieser Tour sehen möchte: pilgerprojektpropstey.wordpress.com


Reinhard Köster